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Lulu Hopp Niedrig
Tagebuch einer Diabetikerwarnhündin
Herausgeber: Franziska Drewes, Dr. med. Berit Quaß, Robert Quaß
242 Seiten, gebunden
Mit einem Vorwort von
Olympiasieger Matthias Steiner,
seit über 10 Jahren Diabetiker
ISBN 978-3-942946-04-9
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Bilder Roche Accu-Check (rechtefrei) 009.jpg
Quelle: Roche
Liebe Leserinnen,
liebe Leser!
Als einleitende Frage, ob Diabetikerwarnhunde Sinn machen oder nicht, muss ich sagen, diese Frage stellt sich für mich überhaupt nicht. Sie machen Sinn. Ganz klar.
Ich habe mich sehr mit diesem Thema beschäftigt und bin zwar zu dem Schluss gekommen, dass ich so einen speziellen Hund nicht brauche. Allerdings müsste es eher lauten: noch nicht!
Denn ich habe im Laufe der Jahre sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet Diabetes gesammelt, immerhin habe ich seit über einem Jahrzehnt Diabetes. Jedoch ist mir auf vielen Messen und Schulungen aufgefallen, dass obwohl die Stoffwechselstörung Diabetes Typ 1 eigentlich bei jedem gleich verlaufen sollte, es dies absolut nicht tut. Zwar produzieren wir kein Insulin mehr und müssen permanent messen, doch jeder hat eine völlig andere Wahrnehmung der Unterzuckerung bzw. Überzuckerung. Auch verändert sich im Laufe der Jahre die Wahrnehmung einer Unterzuckerung, dies kann sogar dazu führen, dass Patienten so abgestumpft sind und eine Unterzuckerung ohne messen kaum noch wahrnehmen können.
Oder, wie dieses Buch sehr deutlich macht, spielt auch das Alter eine große Rolle. Kinder können oder wollen diese Symptome noch gar nicht wahrnehmen. Dies bedeutet Dauerstress und permanente Angst für die Eltern. Ständig messen, dem Kind ununterbrochen erklären auf was es zu achten hat, Ausflüge in Schulgruppen werden zum Mammutprojekt an Organisation, der natürlich stark ausgeprägte Spieltrieb wird ständig gezügelt usw.
Ich wiederhole mich: Die Frage der Sinnhaftigkeit von Diabetikerwarnhunden stellt sich mir in keinster Weise, wenn man bedenkt, dass diese Hunde die o.g. Einschränkungen fast zur Gänze kompensieren. Noch dazu sind sie eine Art "Blutzuckermessgerät“, das nicht als solches erkannt wird- z.B. auf der Straße oder in Restaurants, denn Hunde haben ja viele Leute.
Es mag sein dass die Ausbildung der Hunde relativ lange dauert und finanziell auch nicht ein Schnäppchen ist. Aber wir wissen auch von den Folgekosten bei Diabetes, wenn dieser nicht gut eingestellt ist.
Dieses Buch beschreibt den Werdegang und vor allem den Alltag eines solch genialen Hundes in einer Art und Weise wie es für jeden verständlich und vor allem auch unterhaltsam ist. Die Erzählform aus der Sicht des Hundes war für mich anfangs ungewöhnlich und ich habe mich gefragt wie man dies auch ein ganzes Buch lang "durchziehen“ will.
Aber die Autorin hat mich eines Besseren belehrt. Es macht Spaß, darüber zu lesen und der Leser versteht eindringlich wie wichtig eine Hündin wie Lulu, für uns Diabetiker sein kann!
Und es ist wie mit allen Dingen, gibt es mehr Hunde, die ausgebildet werden und auch die Selbstverständlichkeit zur Notwendigkeit, wird die ganze Sache auch kostengünstiger. Denn an der Nachfrage scheitert es bestimmt nicht, dazu gibt es zu viele Diabetiker, die nicht optimal eingestellt sind für ein langes, gesundes Leben.
Ich bin mir sicher, wenn Sie dieses Buch lesen, haben Sie Spaß und kommen vor allem zu der gleichen Überzeugung wie ich, wenn sie die nicht schon längst haben.
Viel Spaß dabei und alles Gute wünscht Ihnen,
Matthias Steiner
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Quelle: Roche Accu Check (rechtefrei)
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Ein Buch für Kinder, Eltern und alle Menschen, die mit Diabetes
leben, und Menschen, die Hunde lieben